Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Beschäftigungsfähigkeit

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

alle, die schon einmal in einem Mehrgenerationenhaus waren, wissen, wie bunt und vielfältig die Aktivitäten und Beratungsangebote der Häuser sind. Für viele Besucherinnen und Besucher ist der Weg in das Mehrgenerationenhaus aber auch gleichzeitig der erste Schritt (zurück) in den Beruf oder in eine Ausbildung.

Mehrgenerationenhäuser fördern die individuellen und strukturellen Voraussetzungen für eine Beschäftigungsaufnahme

Persönliche Kompetenzen stärken, strukturelle Rahmenbedingungen verbessern: Die neuesten Zahlen der wissenschaftlichen Begleitung zeigen, dass Mehrgenerationenhäuser mit ihren vielseitigen Angeboten dazu beitragen, dass Arbeitssuchenden und Arbeitslosen die (Wieder-)Aufnahme einer Beschäftigung oder Ausbildung noch besser gelingt.

Frühstück mit Perspektive

Wie kann Frauen nach einer längeren Erwerbspause der Wiedereinstieg in den Beruf gelingen? Das Mehrgenerationenhaus Felsberg (Hessen) setzt Hand in Hand mit dem örtlichen Jobcenter, der Agentur für Arbeit und einem regionalen Bildungsträger Beratungs- und Informationsangebote um, die den Betroffenen Orientierung, Kontakte sowie Erfahrungen vermitteln.

Das Gute liegt so nah

Unterstützung beim Verfassen einer Bewerbung, Angebote im Bereich Kinderbetreuung und für Freiwilliges Engagement: Das Mehrgenerationenhaus Nordhausen bietet viele Aktivitäten, um Jung und Alt den Weg in den Arbeitsmarkt zu ebnen. Besonders bewährt hat sich dabei das Zusammenspiel mit dem örtlichen Jobcenter, von dem beide Seiten gleichermaßen profitieren.

"Die Mehrgenerationenhäuser sind eine wertvolle soziale Infrastruktur"

Bundesweit bestehen zahlreiche Kooperationen zwischen den Mehrgenerationenhäusern und den örtlichen Agenturen für Arbeit sowie Jobcentern. Im Interview gibt Heidi Holzhauser, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Bereich des Sozialgesetzbuches II (SGB II) in der Zentrale der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, Einblicke in Kooperations- und Fördermöglichkeiten und auch Anregungen, wie Mehrgenerationenhäuser mit der Bundesagentur für Arbeit oder anderen Trägern kooperieren können. 

"Die Mehrgenerationenhäuser bergen viele Potenziale"

Dr. Cordula Zabel ist Mitarbeiterin am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Das IAB ist die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit. Frau Dr. Zabel untersucht insbesondere die Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und deren Wirkungen für Mitglieder von Mehrpersonenhaushalten, insbesondere Alleinerziehende und Frauen mit Partner. Im Interview erläutert sie, wie Angebote zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit wirken und welche Potenziale die Mehrgenerationenhäuser in diesem Bereich haben.