Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

alle, die schon einmal in einem Mehrgenerationenhaus waren, wissen, wie bunt und vielfältig die Aktivitäten und Beratungsangebote der Häuser sind. Für viele Besucherinnen und Besucher ist der Weg in das Mehrgenerationenhaus aber auch gleichzeitig der erste Schritt (zurück) in den Beruf oder in eine Ausbildung.

Wenn es um persönliche und berufliche Entwicklungen geht, tragen viele der 450 Mehrgenerationenhäuser dazu bei, dass sich für manchen jungen Menschen, aber auch für viele Berufsrückkehrerinnen erste oder neue Perspektiven und Möglichkeiten eröffnen. Als niedrigschwellige Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen sind die Häuser mit ihren Qualifizierungs- und Beratungsangeboten starke Partner bei der Förderung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit. Außerdem schaffen die Häuser mit ihren vielfältigen und verlässlichen Betreuungsangeboten für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige gute Rahmenbedingungen für eine Beschäftigungsaufnahme.

Ich weiß aus vielen Gesprächen mit der Arbeitsverwaltung, wie wichtig Kontakte und soziale Netzwerke für all diejenigen sind, die eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle suchen. Auch dabei sind die Mehrgenerationenhäuser sehr hilfreich: Hier werden (neue) Kontakte geknüpft, hier wird so mancher Weg in das Berufsleben geebnet.

Seit Anfang 2012 gibt es zudem eine Rahmenvereinbarung meines Hauses mit der Bundesagentur für Arbeit. Über 120 lokale Kooperationen zwischen Mehrgenerationenhäusern und Jobcentern bzw. Agenturen für Arbeit sind auf lokaler Ebene entstanden. Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der Mehrgenerationenhäuser und der Arbeitsverwaltung können oftmals auch Menschen erreicht werden, die vom Beratungsangebot und den Maßnahmen der Arbeitsverwaltung nur wenig oder gar nicht angesprochen werden. Ein großartiger Erfolg, wie ich finde!

Wie die Beschäftigungsfähigkeit Einzelner ganz praktisch verbessert wird, zeigt ein Blick ins hessische Felsberg. Hier finden Besucherinnen im Rahmen eines „Fraueninformationsfrühstücks" im Mehrgenerationenhaus wertvolle Orientierung sowie Kontakte, die eine Rückkehr in den Beruf erleichtern können. Zusammen mit dem Jobcenter Schwalm-Eder werden zudem Kurse zur Förderung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit umgesetzt. Im thüringischen Nordhausen – das zweite Beispiel aus der Praxis in diesem Newsletter – bietet das Mehrgenerationenhaus Bewerbungstrainings sowie Orientierungs- und Beratungsgespräche. Diese Angebote unterstützen Nutzerinnen und Nutzer beim Einstieg beziehungsweise bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt.

Es sind zwei Beispiele, die zeigen: Mehrgenerationenhäuser helfen in vielfältiger Weise, sie unterstützen Menschen dabei immer ganz individuell und sind so eine wichtige und verlässliche Anlaufstelle vor Ort.

Ihre

Manuela Schwesig

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend