Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Vielfältig aktiv: Rund 15.000 Freiwillig Engagierte unterstützen und bereichern die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser

Die aktuellen Zahlen der Wissenschaftlichen Begleitung zeigen: Mehrgenerationenhäuser haben sich in ihren Standortkommunen als Knotenpunkte des Freiwilligen Engagements etabliert. Sie bieten freiwillig Aktiven passgenaue Engagementmöglichkeiten und zahlreiche Beratungs- und Qualifizierungsangebote. Derzeit machen rund 15.000 Freiwillige viele der Angebote der 450 Mehrgenerationenhäuser überhaupt erst möglich. Ihr Engagement kann dabei auch ein erster Schritt zur Vorbereitung des (Wieder-)Einstiegs in den Arbeitsmarkt sein.

Der Offene Treff im Mehrgenerationenhaus und das unverbindliche erste Gespräch machen den Einstieg leicht. Die bundesweit 450 Mehrgenerationenhäuser sind wichtige (erste) Anlaufstellen für Interessierte und Freiwillig Engagierte. Rund 15.000 Freiwillige sind derzeit in den Häusern aktiv. In jedem Mehrgenerationenhaus tragen im Schnitt etwa 32 von ihnen mit ihrem Einsatz ganz wesentlich zur Realisierung der vielfältigen Angebote und Dienstleistungen des Hauses bei. Im Gegenzug können sie wichtige Kompetenzen erwerben und viele Erfahrungen sammeln. Alle Mehrgenerationenhäuser sind anerkannte Einsatzstellen für den Bundesfreiwilligendienst: Derzeit sind bundesweit insgesamt 357 Bundesfreiwillige1 in den Häusern tätig.

Gut gerüstet: Rund 1.450 Beratungs- und Qualifizierungsangebote für Freiwillig Engagierte

Eine Reihe von Zahlen macht deutlich, wie gut Freiwilliges Engagement sich im Rahmen des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser II entwickeln kann und welche Möglichkeiten damit verbunden sind: Der Anteil der Freiwilligen an allen Aktiven in einem Mehrgenerationenhaus beträgt durchschnittlich 57 Prozent. Sie beteiligen sich an 60 Prozent aller Angebote. Mehr noch: Sie tragen sogar knapp 20 Prozent der Angebote ausschließlich. Doch wird auch ihnen selbst einiges geboten: Die Mehrgenerationenhäuser stellen insgesamt rund 1.450 Angebote bereit, um sie zu beraten, zu qualifizieren und miteinander zu vernetzen. Das sind im Durchschnitt etwa drei Angebote pro Haus.

Das Engagement in den Häusern kann vieles auf den Weg bringen beziehungsweise leisten – beispielsweise wenn es darum geht, Menschen (wieder) an den Arbeitsmarkt heranzuführen. So fördern 87 Prozent der Angebote für Freiwillig Engagierte in den Häusern die Beschäftigungsfähigkeit. Für diese ist die Teilnahme an den entsprechenden Angeboten weit überwiegend (ebenfalls zu 87 Prozent) kostenfrei.

Offen für Alle: 15 Prozent der Freiwillig Engagierten haben einen Migrationshintergrund

Eine Befragung von knapp über 2.000 Freiwillig Engagierten ergab, dass Menschen aller vier Lebensalter - Kinder und Jugendliche, Erwachsene, so genannte junge Alte über 50 Jahre und Hochbetagte - in den Mehrgenerationenhäusern freiwillig aktiv sind. Mit 73 Prozent waren dabei mehr Frauen als Männer unter den Befragten. Der Anteil der an der Befragung teilnehmenden Menschen mit Migrationshintergrund lag bei 15 Prozent. Ein wichtiges Ergebnis der Befragung: Zumeist wird der Einsatz der Freiwillig Engagierten kontinuierlich erbracht und ist auf Dauer ausgerichtet: 62 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal in der Woche tätig zu sein. Und 53 Prozent von ihnen engagieren sich seit über zwei Jahren in den Mehrgenerationenhäusern. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor für Freiwilliges Engagement in den Häusern ist die Vernetzung mit Partnern. Im Programmschwerpunkt Freiwilliges Engagement haben die Häuser im Schnitt 19 Kooperationspartner. Am häufigsten kooperieren sie mit kommunalen Stellen, Freiwilligenagenturen, Kirchen und Schulen. Gemeinsam ziehen alle Beteiligten an einem Strang, um das Freiwillige Engagement vor Ort zu fördern.

1 Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Stand März 2013