Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

einmal im Monat kommen in Bad Nauheim Menschen aller Generationen zum Frühstück für Jung und Alt zusammen und genießen dort gemeinsam einen entspannten Start in den Tag. Nach dem Essen herrscht in dem großen Saal ein buntes Treiben: Es wird erzählt, gespielt und gelacht. Hier treffen die Generationen aufeinander und profitieren vom gegenseitigen Austausch. Die meisten Besucherinnen und Besucher kommen jeden Monat wieder und nutzen auch weitere Angebote des Mehrgenerationenhauses, das täglich verschiedene Projekte für Groß und Klein bereithält.

Für mich zeigt das Beispiel aus Bad Nauheim sehr schön, was die Idee der Mehrgenerationenhäuser ausmacht: Sie fördert die alltägliche Begegnung und echtes Miteinander. Jeden Tag und ganz selbstverständlich.

Die Häuser sind ein beeindruckendes Beispiel, wie wir in Zukunft miteinander leben und uns begegnen können, wenn wir älter, weniger und unterschiedlicher werden. Mit bundesweit insgesamt über 10.700 Angeboten in den rund 450 Mehrgenerationenhäusern ermöglichen sie ein Miteinander und Füreinander aller Generationen und schaffen so eine starke Struktur für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Frau Prof. Irmgard Teske bringt es in diesem Newsletter auf den Punkt: Mehrgenerationenhäuser tragen entscheidend zur Zukunftsfähigkeit ihrer Kommunen bei.

Ich freue mich sehr, dass die Kommunen dies erkannt haben und vielerorts als gute Partner an der Seite der Mehrgenerationenhäuser stehen. Und nicht nur das: Viele Städte und Gemeinden haben von den Häusern auch gelernt, selbst stärker generationenübergreifend zu denken und zu arbeiten.

Hierfür ist die Zusammenarbeit des saarländischen Mehrgenerationenhauses in Neunkirchen mit dem örtlichen Stadtteilbüro beispielhaft: Gemeinsam hat man den „Interkulturellen Nachbarschaftsgarten" aufgebaut und so die Generationen und Kulturen im Quartier zusammengebracht.

Doch von der Arbeit der Mehrgenerationenhäuser sind nicht nur die Kommunen sondern auch die Länder überzeugt, wie ein Beispiel aus Sachsen zeigt: Gemeinsam mit dem Land und anderen Häusern hat das Mehrgenerationenhaus Radebeul ein Landesmodellprojekt zur generationenübergreifenden Familienförderung aktiv und erfolgreich gestaltet.

Alle Generationen halten zusammen: Diese Idee macht die Mehrgenerationenhäuser so besonders und erfolgreich. Lassen Sie sich selbst einmal von ihren Angeboten begeistern!

Ihre

Manuela Schwesig

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend