Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Einblicke in noch mehr gute Praxis

MGH Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein): Kinder gestalten sicheren Schulweg

Dank des Mehrgenerationenhauses OASE können zahlreiche Kinder in Bad Oldesloe ihren Schulweg nun gefahrenfrei alleine besser meistern: Die Grundschülerinnen und Grundschüler der Stadtschule trafen sich an einem Wochenende auf Einladung des Mehrgenerationenhauses, um gemeinsam zu überprüfen, wie es um die Sicherheit ihres Schulweges bestellt ist und um etwaige Mängel sogleich zu beseitigen. Sie machten Fotos von der Situation vor Ort, sprachen über die Gefahren und unterbreiteten eifrig Verbesserungsvorschläge. So wurde kurzerhand eine Hecke geschnitten, die bisher die Sicht auf die Straße versperrte. Ein Erfolg für die Kinder, die jetzt auch wissen, dass sie in ihrem Umfeld etwas verändern können.

MGH Ravensburg (Baden-Württemberg): Kulturelle Teilhabe für alle

Im Rahmen der stadtteilorientierten Gemeinwesenarbeit wird im Mehrgenerationenhaus Ravensburg durch einen gezielt angeregten Solidarprozess kulturelle Teilhabe für alle ermöglicht. Menschen mit höherem Einkommen finanzieren durch ihre Eintrittsgelder Kulturangebote, die dadurch für Menschen mit geringem Einkommen kostenfrei sind. Außerdem gibt es eine Ticketbörse: Karten für Theater, Konzerte oder Lesungen, die man selbst nicht wahrnehmen kann, können im Mehrgenerationenhaus abgegeben werden und Menschen mit geringem Einkommen erhalten die gespendeten Karten.

MGH Bremen (Bremen): Informieren, überlegen, loslegen

Insbesondere dann, wenn es um Quartiersgestaltung geht, sollten diejenigen beteiligt werden, die dort leben, denn sie sind die Expertinnen und Experten für ihr Quartier. Für den geplanten Bau eines Spielplatzes organisierte das Mehrgenerationenhaus Bremen-Lüssum einen Workshop, in dem sich die Interessierten über die Grundlagen der Spielplatzgestaltung informieren konnten. In einer anschließenden „Zukunftswerkstatt" wurde dann gemeinsam der Spielplatz entworfen, als Modell gebaut und vom Umweltbetrieb der Stadt umgesetzt – die Anwohnerinnen und Anwohner sind glücklich über diesen gemeinsam geplanten Ort, mit dem sich alle identifizieren können.

MGH Chemnitz (Sachsen): Aufklärung und Dialog für gute Nachbarschaft

Das Mehrgenerationenhaus in Chemnitz ist für die Stadt zum unverzichtbaren Partner geworden, wenn es darum geht, eine Willkommenskultur für Flüchtlinge zu schaffen und das Zusammenleben in der Stadt zu gestalten: Neben speziellen Angeboten für Flüchtlinge organisiert das Mehrgenerationenhaus Informations- und Dialogangebote, in denen sich Bürgerinnen und Bürger informieren und ihre Ideen, Sorgen und Vorschläge für eine gute Nachbarschaft einbringen können. Das Mehrgenerationenhaus koordiniert zahlreiche Freiwillig Engagierte und leistet so einen wichtigen Beitrag zum Miteinander im Quartier.