Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Schwerpunktbefragung: Mehrgenerationenhäuser und lokale Arbeitsverwaltung

Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage der wissenschaftlichen Begleitung im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser zu „Kooperationsbeziehungen der Mehrgenerationenhäuser mit der lokalen Arbeitsverwaltung“ zeigen: Die große Mehrheit der Mehrgenerationenhäuser arbeitet mit Jobcentern (83 Prozent), Agenturen für Arbeit (67 Prozent) oder Regionaldirektionen (4 Prozent) zusammen. Lediglich ein Zehntel der Befragten kooperiert mit keinem der genannten Akteure. Mehrheitlich beruht die Zusammenarbeit nicht auf einer Kooperationsvereinbarung (68 Prozent). Stattdessen bildet eine jahrelang geschaffene Vertrauensbasis und die Rahmenkooperationsvereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundesagentur für Arbeit die Grundlage.

Insbesondere erwerbsfähige Personen, die derzeit nicht erwerbstätig sind, profitieren von der Zusammenarbeit. Die in Kooperation mit der Arbeitsverwaltung erbrachten Angebote der Mehrgenerationenhäuser werden dabei vor allem von Alleinerziehenden, Berufsrückkehrer/-innen und Menschen mit Fluchterfahrung bzw. Migrationshintergrund genutzt. Die gemeinsamen Angebote adressieren vielfältige Bereiche der Beschäftigungsfähigkeit. Neben der Stabilisierung spielen die Aktivierung und berufliche Orientierung der Nutzerinnen und Nutzer, aber auch deren Qualifizierung und Vermittlung eine große Rolle. Unterstützung erhalten die Mehrgenerationenhäuser durch die Arbeitsverwaltungen insbesondere bei den Themen „Unterstützung der Entwicklung beruflicher Perspektiven“, „Aktivitäten zur Erhöhung der Eigenverantwortung bzw. des Selbstmanagements“, „Unterstützung beim Wiedereinstieg“ und „Arbeitsvermittlung bzw. Hilfe bei der Suche nach Stellen“.

Insgesamt zeigt sich, dass die Zusammenarbeit mit der lokalen Arbeitsverwaltung für viele Mehrgenerationenhäuser von (hoher) Bedeutung ist. Die Umfrageergebnisse machen deutlich, dass beide Seiten insbesondere vom fachlichen bzw. unkomplizierten Informationsaustausch und den niedrigschwelligen Angeboten zur Erreichung der Zielgruppen profitieren.