Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Wie Mehrgenerationenhäuser und lokale Wirtschaft voneinander profitieren

Kooperationen mit der lokalen Wirtschaft sind für die Mehrgenerationenhäuser eine Chance, sich nach außen zu öffnen und gleichzeitig für ihre Arbeit Unterstützung zu gewinnen. Hier lassen sich soziale Verantwortung und bürgerschaftliches Engagement für das Gemeinwesen sowie Firmeninteressen und -ressourcen für alle Beteiligten gewinnbringend zusammenbringen. Ein wesentlicher Aspekt ist das gesellschaftliche Engagement von Firmen in Mehrgenerationenhäusern im Sinne von Corporate Social Responsibility. Unternehmen können durch ein Engagement helfen, die gesellschaftlichen Bedingungen vor Ort zu verbessern und es hat sich gezeigt, dass sich insbesondere lokal verwurzelte Unternehmen ihrer Verantwortung für ein funktionierendes Gemeinwesen bewusst sind. Aber Mehrgenerationenhäuser können umgekehrt auch für Unternehmen interessant sein. So können sie beispielsweise bei Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie Lösungen für Unternehmen und deren Beschäftigten bieten.

Die aktuelle Entwicklung weist trotz der guten Arbeitsmarktlage darauf hin, dass bestimmte Zielgruppen für den Arbeitsmarkt weiterhin noch nicht erreicht werden können. Aus der Integrationsforschung ist bekannt, dass die Ermöglichung einer Beschäftigung einer der wichtigsten Integrationsfaktoren in unsere Gesellschaft ist. Deshalb bieten Mehrgenerationenhäuser mit der Möglichkeit, über konkretes Engagement die Arbeitsfähigkeit zu fördern, einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Frage, wie Menschen an den Arbeitsmarkt herangeführt werden können. Beispielhafte Angebote in den Häusern, die besonders dafür geeignet sind, etwa Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund zu integrieren, sind solche zum Erwerb der deutschen Sprache. Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in schwierigen sozialen Lebenslagen helfen insbesondere Patenschaftsprojekte, die dazu beitragen, Einstiegshilfe für eine Berufsorientierung zu geben.