Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Bouleturnier, Abenteuerspielplatz und vieles mehr – Drei Wochen Ferienprogramm im MGH Johannesberg

In der Ferienzeit bietet das Mehrgenerationenhaus (MGH) im bayerischen Johannesberg den Kindern und Jugendlichen vor Ort für drei Wochen ein spannendes Ferienprogramm. Was den Kindern riesigen Spaß macht und insbesondere für berufstätige Eltern eine große Entlastung ist, beruht vor allem auf dem Engagement und der engen Kooperation von MGH, Vereinen und Kommune.

Auf dem Bild versammeln sich fünf Kinder um einen der Betreuer und überprüfen, welche Kugel gewonnen hat.

Hier hat alles seine Richtigkeit: Bevor die nächste Runde startet, wird geschaut, welche Kugel gewonnen hat.

In der Ferienzeit bietet das Mehrgenerationenhaus (MGH) im bayerischen Johannesberg den Kindern und Jugendlichen vor Ort für drei Wochen ein spannendes Ferienprogramm. Was den Kindern riesigen Spaß macht und insbesondere für berufstätige Eltern eine große Entlastung ist, beruht vor allem auf dem Engagement und der engen Kooperation von MGH, Vereinen und Kommune.

„In diesem Jahr haben wir mehr als zehn Angebote für die Kinder und Jugendlichen aus Johannesberg“, berichtet Alexander Fuchs, der Koordinator des MGH Johannesberg. „Wir versuchen jedes Jahr in den Sommerferien, drei Wochen mit Angeboten für die Kinder abzudecken.“ Am 1. August traten dann auch gleich 14 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren zum Bouleturnier an. Drei Mitglieder des Boulevereins haben mit den Kindern zuvor die Regeln und die Technik eingeübt, sodass am Ende vier Mannschaften auf der vor einigen Jahren selbst errichteten Bouleanlage gespielt haben. „Kinder spielen ja selten Boule, aber das Angebot ist sehr gut angenommen worden“, erzählt Alexander Fuchs. „Es haben auch alle mal gewonnen, da mehrere Runden gespielt wurden.“
Zum Abschluss der diesjährigen Ferienspiele steht noch ein besonderes Highlight auf dem Programm: Eine ganze Woche können sich Kinder im Alter von drei bis 15 Jahren auf dem Abenteuerspielplatz ausprobieren: „Im letzten Jahr war das Motto ‚Spessarträuber‘ und die Kinder haben gemeinsam mit dem Team von freiwillig Engagierten das Wirtshaus im Spessart aus Holz nachgebaut“, erzählt der Koordinator. „Das diesjährige Motto ist allerdings noch streng geheim!“
Ein weiteres Highlight ist die gemeinsame Fahrt in einen Freizeitpark, zu der sich schon rund 60 Kinder angemeldet haben. „Insbesondere in der zweiten und dritten Ferienwoche sind alle Angebote sehr gut gebucht“, so Herr Fuchs. „Wir haben über 120 Anmeldungen für die Woche auf dem Abenteuerspielplatz.“
Die Angebote in Johannesberg sind überwiegend kostenlos oder es muss nur ein geringer Unkostenbeitrag gezahlt werden. Die Finanzierung der Woche auf dem Abenteuerspielplatz wird in Johannesberg komplett von der Kommune übernommen. „Das sind schon mehr als 10.000 €, die für Materialien, Sicherheit, Zelte und Spielsachen anfallen“, berichtet der Koordinator.
Dass sechs Wochen Sommerferien für viele Eltern ein Betreuungsproblem darstellen, ist in Johannesberg kein Geheimnis. Aus diesem Grund gibt es die Ferienspiele, die von den örtlichen Vereinen, Kita, Hort und der Kommune gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus ausgerichtet werden. „Wir beginnen jedes Jahr sehr früh mit der Planung“, so Herr Fuchs. „Der Zeitplan für das nächste Jahr steht den Eltern schon im Oktober zur Verfügung, damit sie für ihre Urlaubsplanung beim Arbeitgeber Sicherheit haben.“ Für Alexander Fuchs sind die Ferienspiele eine wichtige Dienstleistung für Familien: „Um das leisten zu können, kommt es vor allem auf die enge Kooperation mit den Kitas, dem Hort, den Vereinen und der Kommune an. Wir können so die Ferienspiele mit den Schließzeiten der Kinderbetreuung abstimmen und Angebote entsprechend planen.“ In Johannesberg klappt die Vernetzung der vielen Aktiven sehr gut, aber der Koordinator des Johannesberger MGH weiß auch, dass dies nicht überall so einfach ist: „Für uns Mehrgenerationenhäuser ist ja sowieso klar, wie wichtig Vernetzung und Kooperationen sind. Hier können manche Kommunen aber noch viel lernen.“