Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Die Querschnittsziele

Alle Mehrgenerationenhäuser verfolgen in ihrer Arbeit drei Querschnittsziele, die die Ausrichtung des Hauses prägen und mit entsprechenden kommunalen Planungen ineinandergreifen sollen.

Querschnittsziel „Generationenübergreifende Arbeit“

Das Miteinander der Generationen gibt den Mehrgenerationenhäusern nicht nur ihren Namen. Im konkreten Tun – sei es bei Computerkursen, beim gemeinsamen Kochen oder bei der Kinderbetreuung – wird der generationenübergreifende Ansatz gelebte Wirklichkeit: Die Generationen kommen zusammen, profitieren voneinander, sind gemeinsam und füreinander aktiv. Als generationenübergreifend arbeitende Einrichtung ist das Mehrgenerationenhaus offen für alle Menschen: Jung und Alt lernen hier gegenseitige Rücksichtnahme, Toleranz und Verantwortung. Durch die Begegnung und den Austausch entsteht die Gelegenheit, Neues zu entdecken und sich aktiv einzubringen. Hier finden Menschen Anregung und Unterstützung, können gemeinsam mit anderen neue Sichtweisen entwickeln und sich unkompliziert einbringen.

Konzeptpapier Generationenübergreifende Arbeit

Querschnittsziel „Sozialraumorientierung“

Sozialraum meint das Wirkungsgebiet des Mehrgenerationenhauses. Das kann die unmittelbare Nachbarschaft sein, der Stadtteil, die Gemeinde oder ein Landkreis. Sozialraumorientierung bedeutet, die Angebote des Mehrgenerationenhauses auf die Bedürfnisse der Menschen auszurichten, die in seinem Wirkungsgebiet leben. Dabei gilt es, bereits vorhandene Strukturen und Angebote einzubinden und mit der Arbeit der Mehrgenerationenhäuser zu verknüpfen, um gemeinsam die Lebensqualität im Sozialraum zu verbessern.

Querschnittsziel „Freiwilliges Engagement“

Das Mehrgenerationenhaus ist ein Ort, an dem Menschen sich entsprechend ihren Interessen und Fähigkeiten engagieren können – für das Wohlergehen von Menschen unterschiedlicher Generationen, Kulturen und verschiedener Lebenslagen. Erst durch die zahlreichen freiwillig Engagierten wird die Vielfalt an Angeboten und Aktionen im Mehrgenerationenhaus möglich. Sie werden dabei von hauptamtlich Tätigen gestärkt, unterstützt und begleitet. Mehrgenerationenhäuser vermitteln zudem Freiwillige an andere, verzahnen Akteure und Strukturen des bürgerschaftlichen Engagements vor Ort und stärken so die Wertschätzungskultur für freiwilliges Engagement.

Konzeptpapier Freiwilliges Engagement